Heute mal ein bisschen Kultur…

Jetzt weiss ich endlich, wofür dieses dusselige „Bleib“ geübt wird… damit ich zukünftig vor allen möglichen und unmöglichen Dingen posieren kann!?!

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Heute heute habe ich mit Frauchen nämlich einen Geschichts-Ausflug nach Coppenbrügge gemacht.

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Erst wollten wir die Mühlen in Coppenbrügge aufsuchen, aber die haben wir nicht gefunden… nur ein olles Mühlrad, aber da war auch nix drin!

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Also waren wir auf Burg Coppenbrügge, einer sehr gut erhaltene Ruine einer Wasserburg.Der Empfang auf der Wiese war schon… Angsteinflößend! – Wer will schon minutenlang in kaltes Wasser getunkt werden?

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Und das Wasser war wirklich eisig. Die Enten die dort schwammen oder darauf rum liefen taten mir schon ein bisschen leid.
Ich hätte sie gern gerettet, aber Frauchen hatte da wiedermal was gegen.

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Ich bin dann also mit Frauchen auf der Burg und im Burgpark rumgewandert und hab ein bisschen was über die Geschichte von Coppenbrügge gelernt.

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Die Burg wurde 1280 bis 1300 in der Gabelung zweier wichtiger alter Handelswege, am Grunde einer flachen, sumpfigen Talmulde als Wasserburg von den Grafen von Spiegelberg errichtet. Der Burgbau hat an eine ältere Siedlung angeschlossen, die bereits um das Jahr 1000 als „Cobbanbrug“ erwähnt wird.

Nachdem die Burg 1434 stark beschädigt wurde, wichen die inzwischen verarmten Grafen von Spiegelberg auf ihre Pfandburg Ohsen an der Weser aus. Erst als die Grafschaft Pyrmont 1494 als Erbe feststand, begann ein Wiederaufbau der Anlage im Stil einfacher Frührenaissance. Neuer Sitz der Spiegelberger Grafen wurde das Schloss Pyrmont, auf der Burg Coppenbrügge verblieb ein Verwalter.

1697 war die baufällige Burg  Treffpunkt zwischen Zar Peter dem Großen und der Kurfürstin Sophie von Hannover.
1822, nach dem Verkauf an das Königreich Hannover, wurde das Schloß auf dem Wall abgerissen. Um 1870 folgten die Wirtschaftsgebäude im Burghof.

Nach 1945 benutzen die Coppenbrügger die Ruine als Steinbruch. Der Amtsrichter stoppte die Zerstörung und die Schäden wurden ausgebessert. 1985 erfolgte die Restaurierung als Museum.

Aber das Museum hat Montags geschlossen. Vielleicht waren deswegen heute so wenig Menschen und Hunde unterwegs.
Eigentlich… niemand ausser uns!

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Die „Peterlinde“ auf dem Burgwall ist eine Sommerlinde mit einem Stammumfang von ca. 6 m. Ihr Alter wird auf ein Alter etwa 500 bis 700 Jahre geschätzt. Der erste bildliche Nachweis findet sich auf dem Merianstich Coppenbrügge von 1654.

Der Baum erinnert an das Treffen des russischen Zaren Peter I. mit der Kurfürstin und ihren politisch bedeutsamen Kindern. Das Treffen auf Coppenbrügge soll eine Wende in der Entwicklung Europas eingeleitet haben und einen Krieg zwischen Österreich und Brandenburg-Preußen verhindert haben.

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