Endlich stubenrein!

Es ist mir ein klein bisschen peinlich, dass es erst jetzt ist, aber ich kann endlich sagen: Endlich stubenrein!!!

Als ich zu meinem Frauchen kam hat sie es (natürlich) genau so gemacht, wie man es eben macht: Raus zum Pipi machen nach jedem Schlafen, nach jedem Fressen, nach jedem Spielen und sowieso alle 2 Stunden.
Über Nacht konnte ich schon vor einiger Zeit etwas länger einhalten, aber tagsüber ging trotzdem so manche Pfütz´ in die nicht vorhandene Hose.

Manchmal hatte sie das Gefühl ich mache das extra.Vor allem in so Momenten, wo wir gerade erst draussen waren und ich erfolgreich gepullert hatte und ich, als wir wieder rein kamen mich hin hockte und wieder pullerte.

Bei dem einen klappt es halt schneller, bei dem anderen dauert es ein bisschen länger. Wie bei Menschenwelpen. Die fangen auch nicht alle im gleichen Alter an Bescheid zu sagen, dass sie auf die Toilette müssen. Aber irgendwann wurde auch mein Frauchen ungeduldig. Sie hat echt an meinem ihrem Verstand gezweifelt und von anderen Welpenbesitzern oder welchen, die früher mal Welpen hatten hörte sie immerzu „Also meeeeeiner war ja mit dem Alter schon laaaaaaaaaange trocken!“ (- Manchmal hatte sie das Gefühl, die meisten sind sowieso die allerbesten und schon stubenrein auf die Welt gekommen!!!  😛 )

Im Grunde ist es auch nicht schlimm erst mit 20 Wochen stubenrein zu sein.  Einfacher ist es wohl, wenn Welpen schon von klein auf Zugang zum Garten haben, dann zeigt einem die Hundemama, dass man sich nicht im Haus entledigen sollte sondern draussen.

Solange Welpen noch von Muttermilch leben, putzt die Hündin hinter ihnen auf. Wenn die Welpen zusätzliche feste Nahrung bekommen stellt sie das ein. Die Welpen können in diesem Alter (meist nach der dritten Woche) schon ein bisschen laufen, wenn auch noch wackelig und in Zeitlupe.  Sie beginnen, instinktiv ihr Lager zu verlassen, wenn sie mal müssen. Natürlich passiert manchmal ein Malheur auf dem Hin- oder Rückweg, aber immerhin sind sie bestrebt, ihr Lager sauber zu halten. Wenn dann der Zugang nach draussen da ist und die Welpen auch in den nächsten Wochen die Gelegenheit bekommen, sich für ihr Geschäft von ihrem Schlafplatz zu entfernen, spielt sich die Stubenreinheit ganz von selbst ein.

Im Winter ist das natürlich nur schwer möglich. Ich will mich jetzt nicht rausreden, dass ich ein „Winterwelpe“ bin, aber für uns ist es halt immernoch etwas schwerer, als für diejenigen, die schon beim Züchter freien Zugang nach draussen hatten.

Ein Hund, der länger im Tierheim war, hat zum Beispiel meistens gelernt, überall auf den Boden des Zwingers zu machen. Solche Hunde machen Ihr Geschäft dann oft auch weiterhin im Haus.
Bei mir war es ähnlich. Beim Züchter haben wir auf den PVC-Boden in der Küche gemacht. Glatte Böden (wie das Laminat in unserem alten Wohnzimmer) waren für mich quasi eine Einladung dort hin zu machen. Seit wir umgezogen sind habe ich nicht ein einziges Mal mehr in die Wohnung gemacht. Hier sind zwar auch glatte Fliesen, aber für mich ein deutliches Zeichen dass hier etwas anders ist. Wir hatten das Glück, dass in den ersten Tagen schönes Wetter war und die Terassentür fast immer aufstand. Und wenn sie nicht auf stand machte Frauchen sie auf, sobald ich mich davor gesetzt habe. Als die Verknüpfung „Immer wenn ich draussen mache freut sich Frauchen wie blöde und spielt mit mir“ in meinem Kopf angekommen war , war Frauchen unheimlich stolz auf mich.

Inzwischen sitze ich vor der Terassentür und gucke sie nciht mehr nur an, sondern ich beginne zu fiepsen. Wennn sie das nicht hört oder abgelenkt ist werde ich lauter. Dann bringt sie mich raus und ich pullere in den Garten. Ich glaube, sie zögert jetzt immer ein bisschen und tut als würde sie mich nicht hören damit ich mir das fiepsen nicht angewöhne sondern direkt laut Bescheid sage.

Das klappt schon richtig gut und deswegen kann ich jetzt ganz stolz vermelden: ICH BIN ENDLICH STUBENREIN!!!

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3 Kommentare zu “Endlich stubenrein!

  1. Aber Samson, pass ja auf, dass du da nicht was falsch verstehst. Wenn du nicht pipi musst und in den Garten (oder ein Zimmer mit geschlossener Tür) willst, dann nicht fiepsen und bellen, in der Erkenntnis das Frauchen ja dann springt.
    Das hat unsere Jacky nämlich falsch verstanden und nun rennt Madam hundermal in der Minute von einen Raum in den anderen und verlangt mit königlicher Ungeduld, dass Page – alias Wölfchens Mama und Jackys Frauchen – doch die Zimmertüren öffnet.

    • Neeenee, wenn ich nur raus in den Garten zum Spielen will, dann hab ich Pech gehabt. Pipimachen heisst: Raus, Pipimachen und sofort wieder rein. Wenn ich mich länger im Garten aufhalten will oder die Spielsachen ansteuere dann zieht Frauchen mich wieder rein. Pech gehabt. Gartenbesuch vorbei.
      Wenn ich dann wieder vor der Tür fiepse lässt sie mich wieder raus, ich mach pipi und komm von allein wieder rein. Soweit sind wir schon.
      In den Garten zum Spielen gehts nur, wenn Frauchen das sagt. 🙂

  2. Toll, siehste: Was lange wärt, wird endlich gut. Außerdem sind 20 Wochen gar nicht soooo lange. Und bei Euch Jungs dauerts doch oft eh ein wenig länger mit dem Stubenrein-Werden 😉 1001 Grüße sendet Lucy

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