Hund im Bett

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Auch wenn die meisten Herrchen und Frauchen am Anfang strikt gegen Hunde im Bett sind, so schaffen es doch die meisten von uns, das Herz der Zweibeiner zu erweichen und landen früher oder später zufrieden schnarchend im großen weichen Bett.
Und das hat auch einen Grund: Kuscheln schüttet  Endorphine aus und die machen glücklich und stärken das Immunsystem – bei Hund und Mensch!

Solange wir regelmäßig gegen Flöhe, Zecken und Würmer behandelt werden und der Schmutz von draussen täglich aus dem Fell gebürstet wird ist das auch eigentlich kein Problem. Da die meisten Hunde eigentlich „sauber“ sind könnten sie also ohne weiteres im Bett schlafen, sofern da nicht noch das mögliche(!) Dominanzproblem wäre.

Um Verhaltensweisen unserer Hunde zu erklären, ziehen Experten seit jeher immer wieder gerne die Verhaltensweisen der Wölfe zu Rate. Schließlich stammen wir ja von ihnen ab. Es wird gesagt, dass Alphawölfe meist einen vom Rest des Rudels abgelegen, erhöhten Schlafplatz beziehen. Nur wenigen rangniedrigere Wölfen wird das Privileg in der Nähe des Rudelführers zu schlafen zugeteilt.

Im Umkehrschluss könnte dieses Wissen bedeuten, dass Frauchens Position als „Rudelführer“ gefährdet sein könnte, sobald ich im Bett schlafen darf, denn es ist wohl kaum von der Hand zu weisen, dass manche Hunde sich durch das Privileg im Bett schlafen zu dürfen, zu Höherem berufen fühlen.

Daher soll es ganz wichtig sein, schon zu Beginn des Zusammenlebens festzulegen, ob das Bett Tabuzone sein soll oder nicht. Nur so lernen wir, was verboten oder erlaubt ist.

Meine Vorgängerin, die Senta, durfte im Bett neben Frauchen schlafen. Ab und zu… manchmal… meistens. 🙂 Immer dann, wenn Herrchen nicht dabei war. Sobald der Platz neben Frauchen aber „gebraucht“ wurde musste sie verschwinden. Das hatte sie recht gut verstanden. Sie wusste aber auch, welche Position im Rudel ihr zugeteilt wurde. Aufpassen muss man aber vor allem bei Hunden, die zur Dominanz neigen. Keine Frage, dass solche Anzeichen bereits im Keim erstickt werden sollten. Bei den meisten Hunden gelingt das meist schon durch gewisse Einschränkungen.

Nun stellt sich also die Frage: Wo schlafe ICH???

Bisher habe ich mit Frauchen im Wohnzimmer geschlafen, weil sie mich dort in Punkto Stubenreinheit besser im Griff hatte. Sie lag oben auf dem Sofa, ich in meinem Körbchen daneben. Alles gut.

Nun sind wir umgezogen und Frauchen hat ihren Platz im Bett wieder aufgenommen. Das ich nicht ins Bett darf war klar. Einersetis um derartige „Dominanzprobleme“, die spätestens in der Pubatät auftreten, garnicht erst aufkommen zu lassen, andererseits, weil Herrchen um seinen wohlverdienten Schlaf (und Platz im Bett!) bangt.

Frauchen und Herrchen haben einen Kompromiss geschlossen: ER durfte seinen Fernseher auf die Kommode im Schlafzimmer stellen, SIE meine Matratze! 😉

Ich hab natürlich versucht, mal zu testen wie es sich so auf dem großen Bett liegt, aber da wurde ich rigoros runter geschmissen. Mein Platz im Schlafzimmer ist neben dem Bett. Auch schön! – Spätestens dann, wenn die ganzen Kartons verschwunden sind.

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