Zahnwechsel

Heut bin ich das, was der Mensch „quängelig“ nennt…. ich laufe ständig von einer Ecke in die nächste, knabber alles an und fiepse ein wenig beim knabbern. Ich mag kein Trockenfutter fressen (nur aufgeweicht mit Quark) und hab ein bisschen erhöhte Temperatur. Frauchen würde mir gern helfen, aber mehr als mir den Kong und einen großen Büffelhautknochen zu geben kann sie gerade nicht für mich tun. Ich bin nämlich im Zahnwechsel.

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Zahnwechsel ist, wenn die Welpenzähnchen zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat nach und nach ausfallen und durch Neue ersetzt werden.
Die Zähne fallen dabei zum Glück nicht alle auf einmal aus, sonst könnte ich ja gar nichts mehr futtern. Aber eben weil sie nach und nach ausfallen dauert diese Quängelphase ein bisschen.

Das Milchgebiss besteht aus insgesamt 28 Zähnen. Das sind in Ober und Unterkiefer je 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne und 6 Backenzähne. Das bleibende Gebiss besteht, wenn es dann fertig ist, aus 42 Zähnen. Das sind im Oberkiefer 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne, 12 Backenzähne und im Unterkiefer 6 Schneidezähne, 2 Fangzähne und 14 Backenzähne.

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Es gilt, jeden einzelnen Zahn zu schützen, denn die verschiedenen Zähne haben jeweils ihre eigene Aufgaben, für die sie durch ihre jeweilige Form und Beschaffenheit perfekt geeignet sind:

Die Fangzähne dienen bei der Jagd zum Greifen und Festhalten der Beute.
Die Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer ermöglichen es, Fleischreste von Knochen abzuschaben.
Die vorderen kleineren Backenzähne bilden eine Lücke, was ebenfalls zum Festhalten beiträgt.
Die größten Backenzähne des Ober- und Unterkiefers dienen zum Zerkleinern der Nahrung und zum Zerschneiden größerer Fleischstücke.
Die hinteren Backenzähne  können Knochen knacken und zerkleinern.

Das bleibende Gebiss werde ich mein ganzes Hundeleben lang behalten. Frauchen sagt, ich muss gut darauf aufpassen. Steine und ähnliche harte Gegenstände beissen sowie Tennisball spielen (ausser die mit der Spezialbeschichtung von Kong!) sind ab sofort TABU. Also das war´s vorher auch schon, aber ab jetzt ist es wirklich wichtig um die Zähne auch bis ins hohe Alter zu behalten.

Ausserdem muss ich regelmäßig Zähne putzen um eventuelle Essensreste in den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Frauchen hilft mit einem Enzym-Zahngel und der Zahnbürste nach. Sobald mein bleibendes Gebiss vollständig ist bekomme ich beim Tierarzt noch eine Flourpolitur aufgetragen, die dann jährlich beim Check-Up erneuert wird. Mit so einer Schutzschicht hat Frauchen bei unseren Katzen sehr gute Erfahrungen gemacht, denn die Zähne sind gesund und frei von Zahnstein.

Aber am allerbesten sind natürlich Kauartikel für die Zähne. Damit bin ich nicht nur eine Zeit lang sinnvoll beschäftigt, sondern tue gleichzeitig etwas Gutes für meine Zahngesundheit.

Kauen kräftigt die Kaumuskulatur und stillt mein natürliches Kaubedürfnis. Wir Hunde besitzen nämlich einen genetisch bedingten Kautrieb – ein Erbe unserer Vorfahren, die ihre Nahrung noch mühsam zerkleinern mussten. Nur wenn ein Hund sein Kaubedürfnis stillen darf, bleibt er mental ausgeglichen.

Bei uns gibt es jeden Tag irgendeinen Kauartikel. Im Fachhandel und inzwischen sogar in fast jedem Supermarkt gibt es eine breite Palette verschiedener Kauartikel, doch nicht jeder Kauartikel ist wirklich empfehlenswert. Es gibt sogar Kauartikel, die als zahnschonend deklariert werden aber Zucker enthalten. Über sowas kann ich nur den Kopf schütteln und auch die besonders weichen „Dentasticks“ können eigentlich eher nur als Leckerchen taugen als zur Zahnpflege.
Grundsätzlich gilt: Je weniger Chemie, desto gesünder ist es. Getrockneter Pansen, Dorschhappen, Straussensehne, Pferdehufe und Hühnerbeine stehen ganz oben auf meiner Must-have-Liste. Heute gabs für mich einen Büffelhautknochen. Eigentlich ist das gar kein Knochen sondern nur Büffelhaut, die in Knochenform gepresst wurde. Macht aber nix… schmeckt gut und ich kann stundenlang kauen!

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