Weiss?

Auf die Frage: „Was is denn das für eine Rasse?“
lautet Frauchens Antwort meistens: „Als ich zu hause weg ging war`s ein Weißer Schäferhund…“  😉

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Der Weiße Schäferhund hat mittlerweile viele Namen. Der offizielle Name in der FCI ist nun „Berger Blanc Suisse„, was übersetzt heißt: Weißer Schweizer Schäferhund. In Amerika heißen sie sogar „White German Shepherd“, was Weißer Deutscher Schäferhund bedeutet und wohl die richtigste Bezeichnung wäre.
Die Geschichte des Weißen Schäferhunds ist nämlich untrennbar mit der des Deutschen Schäferhundes verbunden. Urvater aller Deutschen Schäferhunde mit der Zuchtbuchnummer SZ1 als erster ins Zuchtbuch des Schäferhundverein eingetragener Deutscher Schäferhund war „Hektor Linksrhein“ (geb. 1895, später umbenannt in Horand von Grafrath) im Besitz des Rittmeisters Max von Stephanitz.

Was vielen Kennern des Deutschen Schäferhundes jedoch bis heute verborgen blieb ist, dass Horand’s Großvater Greif WEISS war. Somit ist es nicht verwunderlich, dass lange Jahre in der Deutschen Schäferhundezucht auch Welpen mit der Farbe weiß fielen.

Während sich Rittmeister Max von Stephanitz anfänglich noch äußerte, „ein guter Hund könne keine schlechte Farbe haben“ schien er im Laufe der Jahre seine Meinung geändert zu haben, so dass ca. ab 1930 die Weissen Schäferhunde nicht mehr in das Zuchtbuch des SV eingetragen wurden.

Es kam schließlich sogar soweit, dass die Farbe „Weiß“ aus dem Rassestandart komplett gestrichen wurde. Der Schäferhund wurde im Laufe der Geschichte immer häufiger zum Dienst- und Wachhund ausgebildet und da war die Farbe „Weiß“ eindeutig zu freundlich.  Alle weißen Welpen wurden sofort nach der Geburt getötet, so dass es in Europa fast keine weißen Schäferhunde mehr gab.

Der Züchterin Agatha Burch ist es zu verdanken, dass der 1966 geborene Rüde „Lobo“ der Urvater der heutigen Rasse wurde. Er lebte in der Schweiz, von wo auch die Rasse wieder in Europa ihr zu Hause fand.
Vor allem in Deutschland fand der WSS schnell wieder seine Anhänger und erfreute sich großer Beliebtheit. Die Verantwortlichen der FCI weigerten sich dennoch, die Farbe „Weiß“ wieder in den Standart mit aufzunehmen.

Die Hartnäckigkeit und die große Anhängerschaft dieser tollen, schönen und anmutigen Tiere ist es zu verdanken, dass der Berger Blanc Suisse seit dem 01.01.2003 eine vorläufige Rasseanerkennung bekam. Am 4. Juli 2011 wurde die Rasse „Berger Blanc Suisse“ von der FCI schließlich als eigenständige Rasse endgültig aufgenommen.

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