Mein erstes Opfer!!!

In der Rettungshundestaffel wird nach dem „4-Säulen-Prinzip“ als Basis ausgebildet. Die 4 Säulen sind „Rennen“, „Anzeige“, „Lenken“ und „Riechen“.  Wobei nicht jede Säule einzeln trainiert wird bis die Säule beherrscht wird, sondern parallel auch an mehreren Säulen gearbeitet wird.
Zu jeder Säule gibt es eine Reihe aufeinander aufbauende Übungen, die sich, je höher man in der Säule kommt immer mehr miteinander verflechten. Wenn alle Säulen abgearbeitet sind ist man ein quasi fertiger Suchhund. Zur Ausbildung kommen dann noch ganz viele andere inge dazu, aber hier geht es halt um das Erlernen der SUCHE.

Um zu sehen, was man in welcher Säule schon abgearbeitet hat, gibt es ein Trainingstagebuch, in das man einträgt, was Hund wann und wo und vor allem wie gemacht hat, wie das Wetter war, was abgelenkt hat, wies geklappt hat usw.
Dieses Tagebuch führt aber Frauchen. Mir is egal, was da drin steht… ich weiss nur, was in meinem Blog heute drin steht: ICH HABE HEUTE MEIN ERSTES OPFER GEFUNDEN!!!  und das kam so:

Die Säule in der wir uns heute befanden hieß „Lenken“ und geübt wurde heute der Start.
Der Start einer Suche beginnt mit einem immer wiederkehrenden Ritual:
Man bekommt die Kenndecke (in diesem Fall mein K9 Geschirr, dass ich ab sofort nur noch im Training und nicht mehr Privat tragen darf) um und wird an ihr festgehalten.
Ich soll dann nach einiger Zeit wenn ich das öfter gemacht habe schon ganz hibbelig sein los zu wollen sobald ich mein Geschirr anhabe.

Der Ausbilder zeigte mir ein Leckerchen,lief dann weg und rief mich. Frauchen hielt ich am Geschirr fest. Booah war war ich aufgeregt. Ich wollte doch zum Leckerchen!
Maaaannn… Ich konnte es kaum aushalten und dann sagte sie „Voraus!“ und machte eine Handbewegung geradeaus hin, aber die hab ich schon fast nicht mehr gesehen.
Ich war nämlich längst bei der begehrten Fleischwurst angekommen, die ich dann auf dem Rückweg zu Frauchen Stückchenweise bekommen habe.
Als ich dann auch noch gebellt habe wurde ich total doll belohnt. Aha, bellen lohnt sich!

Das Ganze wurde mehrmals (mit Ausruh-Pausen im Auto versteht sich!) in verschiedenen Richtungen geübt und dann wurde es schwieriger: Der Ausbilder hat sich versteckt!

Auf dem Hundeplatz sind einige Verstecke in die Bäume gebastelt. In der Tanne z.B. haben die einen Bretterverschlag reingebaut so dass man überhaupt nicht sehen kann wenn da einer dahinter steckt.

Der Ausbilder lief erst weg und machte auf sich aufmerksam. Ich wollte total gerne hin, er hatte nämlich die Fleischwurst dabei, aber Frauchen hielt mich am Geschirr zurück. Und dann drehte sie mich auch noch um.
Heeey, das gefiel mir ganz und garnicht. Ich musste doch wissen, wo der hingerannt war. Als ich wieder gucken konnte war der Ausbilder weg. Mennoooo!
Frauchen hat mich dann „ausgerichtet“ wo ich hinrennen soll und zeigte mir das Handzeichen, dass sie die Durchgänge vorher schon gemacht hatte und sagte den Befehl „Voraus“. Ich bin also in Richtung gerannt und dann… plötzlich hab ich ihn gesehen in dem Versteck!
Booooah, der Ausbilder freute sich ganz ganz doll, dass ich ihn gefunden hab und sicher wieder zurück zum Ausgangspunkt bringen konnte. Nicht, dass der sich noch verläuft auf dem Hundeplatz oder gar verloren geht! Was würd der nur ohne mich machen!?!

Frauchen war sichtlich stolz: Morgen werde ich 14 Wochen alt und ICH HABE HEUTE MEIN ERSTES „OPFER“ GEFUNDEN!!!

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Ein Kommentar zu “Mein erstes Opfer!!!

  1. Oh, wie spannend! Da werde ich Dich bei Deiner Rettungshund-Ausbildung gerne begleiten – natürlich nur auf dem Papier (ähm, Bildschirm). 1001 Grüße sendet Dir Lucy, der Jagddackel a.D.

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