Probetraining in der Rettungshundestaffel

Die Rettungshundeausbildung beginnt in der Regel immer mit einem Probetraining, bei dem sich der Ausbilder, das bisherige Team und der neue Interessent beschnupppern können. Es muss halt alles passen, denn die Menschen werden viel viel Zeit miteinander verbringen und müssen sich verstehen.
Für uns war es heute soweit. Frauchen sollte die tägliche Ausbildungsarbeit kennenlernen und gewann erste Eindrücke wie hart und anstrengend die Arbeit tatsächlich sein kann.

Ich weiss garnicht, wer von uns beiden aufgeregter war, Frauchen oder ich, als wir heute  vorsichtig die Tür zum Vereinshaus „unserer“ Rettungshundestaffel das erste Mal öffneten.

Leider war der Vorstandsvorsitzende, mit dem wir eigentlich verabredet waren nicht da, weil er bei seiner kranken Hündin zuhause bleiben musste, aber die Ausbilderin der Rettungshunde hat sich stattdessen ganz lieb um uns gekümmert.
Sie hat Frauchen ganz viel erklärt, aber ich hab garnicht richtig zugehört… Ich war abgelenkt von Lena.

Lena ist eine Bordercolliehündin, die wie ich die Ausbildung gerade erst begonnen hat. Alle finden es total toll, dass wir beide fast gleich alt sind (-sie ist ´ne Woche älter!)

Nachdem mich alle Menschen mit „Ohh is der süüüß!“ begrüßt hatten fuhren wir in den Wald zum eigentlichen Training. Die große Gruppe wurde in zwei kleinere unterteilt. Die eine Gruppe ging rechts vom Parkplatz, wir gingen links in den Wald.

Unsere Gruppe begann mit einer kurzen „Kennenlernrunde“ für mich. Jeder Mensch unserer Gruppe bekam ein paar Fleischwurststückchen in die Hand und dann hockten sie sich alle im Wald auf den Boden. Frauchen musste die Leine abmachen und sobald ich zu einem Menschen hingelaufen bin gab dieser mir die Fleischwurst und ich wurde doll gelobt.
Dann kam Frauchen und sammelte mich wieder ein. Mit der Leine wurde ich wieder zurück zum Ausgangspunkt geleitet.
Ich musste mich hinsetzen, sie machte die Leine wieder ab und ich konnte zum nächsten Menschen rennen und wurde auch dort wieder belohnt bis Frauchen mit der Leine kam.
Als ich alle in Hocke sitzenden Menschen „gefunden“ hatte sagte Ausbilderin, man hätte anhand meiner Körperhaltung deutlich gesehen, dass ich den Zusammenhang kapiert habe.

Klar, ist ja auch nicht so schwer: Mensch in Hocke auf Waldboden hat Leckerchen!
Ich hätte dieses Spiel noch eeeeeeeewig weiter spielen können, aber nach dieser Übungseinheit musste ich ins Auto zum Pause machen und mich erholen.

Jetzt weiss ich auch endlich, warum ich von Anfang an stäääääääääääändig im Auto rumkutschiert wurde und Frauchen mich immer länger im Auto allein gelassen hat während sie z.B. einkaufen war: Beim Training in der Rettungshundestaffel trainiert man nämlich gar keine 4 Stunden am Stück, sondern muss immer zwischendurch ins Auto um zu warten bis man dran ist. Anfangs ist das noch sehr langweilig, aber wenn man später dann zum Suchen die Nase eingesetzt hat und zu Höchstform aufgelaufen ist, ist man von der Suche total fertig und freut sich nur noch auf seine Pause im Auto.

Während ich also gemütlich auf meinem Bettchen im Auto gelegen habe, konnte ich durch die Scheiben schauen und aufpassen, was Frauchen in der Zwischenzeit getan hat.
Die hat nämlich nicht nur rumgestanden und geraucht sondern für die anderen Hunde die vermisste Person spielen müssen.
Sie sagt, sie hat sich trotz strumpfhose und 2 Paar Socken den Hintern abgefroren, wenn sie da so hinter den Bäumen hocken musste um von den anderen Hunden gefunden zu werden.
Es hat ihr dennoch sehr viel Freude gemacht. Sie war begeistert, mit welchem Feuereifer alle Hunde dabei waren und wie viel Spaß sie beim Training hatten.

Es war total schön zu sehen, wie z.B. der Bernersennenhund plötzlich vor Aufregung zitterte, weil er eeendlich von der Leine wollte um tiefer in den Wald zu stürmen und dann die versteckte Person zu finden.

Ich durfte noch zwei weitere Male aus dem Auto aussteigen und in der hocke sitzende Personen „suchen“, aber als es im Wald langsam dunkel wurde war das Training zuende. Wir freuen uns aber schon sehr aufs nächste Mal!!!

Wir sind nach Hause gefahren und ich habe mich nur noch in mein Körbchen verkrochen und wollte SCHLAFEN! Das war ein aufregender und anstrengender Tag.
Seht es meinem Frauchen nach, dass es keine Fotos gibt… sie hat einfach zu doll gezittert. 🙂

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Ein Kommentar zu “Probetraining in der Rettungshundestaffel

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